Informationen zur aktuellen Situation

(21.4.2020)
Sehr geehrte Eltern,
liebe Schülerinnen und Schüler

mit der SchulMail Nr. 15 haben wir am Samstag neue Informationen aus dem Schulministerium NRW erhalten. Am gestrigen Montag hat dazu eine Lehrerkonferenz stattgefunden, die über konkrete Maßnahmen zur Wiederaufnahme des Unterrichts ab dem 23.04.2020 beraten hat. Aktuell gelten folgende Regelungen:

I.Teilnahmepflicht

Die Teilnahme am Unterricht ab dem 23.04.2020 und den anderen damit im Zusammenhang stehenden schulischen Veranstaltungen ist verpflichtend für die Schülerinnen und Schüler unserer Klassen 10, für die der Erwerb des Mittleren Schulabschluss ansteht.

II. Unterrichtsteilnahme von Schülerinnen und Schülern
Sofern Schülerinnen und Schüler in Bezug auf das Corona-Virus (COVID-19) relevante Vorerkrankungen haben, entscheiden die Eltern – gegebenenfalls nach Rücksprache mit einer Ärztin oder einem Arzt, ob für ihr Kind eine gesundheitliche Gefährdung durch den Schulbesuch entstehen könnte. In diesem Fall benachrichtigen die Eltern unverzüglich die Schule und teilen schriftlich mit, dass aufgrund einer Vorerkrankung eine gesundheitliche Gefährdung durch den Schulbesuch bei ihrem Kind grundsätzlich möglich ist. Die Art der Vorerkrankung braucht aus Gründen des Datenschutzes nicht angegeben zu werden. In der Folge entfällt die Pflicht zur Teilnahme am Präsenzunterricht. Diesen Schülerinnen und Schülern werden Lernangebote für zu Hause gemacht (Lernen auf Distanz).

Eine Teilnahme an Prüfungen für diese Schülerinnen und Schülern werden wir durch besondere Maßnahmen ermöglichen. So muss das Schulgebäude zu einer bestimmten Zeit einzeln oder durch einen gesonderten Eingang betreten werden können und erforderlichenfalls die Prüfung in einem eigenen Raum durchgeführt werden. Können diese Schutzmaßnahmen nicht sichergestellt werden, soll ein Nachholtermin unter dann geeigneten Bedingungen angeboten werden. Im Übrigen gelten die allgemeinen Regeln für das krankheitsbedingte Versäumen von Prüfungen.

III. Unterrichtseinsatz von Lehrerinnen und Lehrern
Träger und Schulleitung haben auch gegenüber allen Beschäftigten gerade in Zeiten einer Pandemie eine besondere Fürsorgepflicht. Als oberster Grundsatz gilt, dass mögliche Gesundheitsgefährdungen so weit wie möglich auszuschließen sind. Deshalb werden die wegen ihrer Vorerkrankungen oder ihres Alters besonders gefährdeten Lehrerinnen und Lehrer nicht im Präsenzunterricht eingesetzt, sondern aus dem Home-Office ihre Schülerinnen und Schüler betreuen und die in der Schule unterrichtenden Kolleginnen und Kollegen unterstützen und entlasten.

IV. Anforderungen an die Hygiene in der Schule
Die Wiederaufnahme des Schulbetriebs an der Maristenschule ist bei der Beachtung von Präventions-maßnahmen und der Einhaltung bestimmter Rahmenbedingungen möglich. Auch Prüfungen können dann durchgeführt werden. Bei unseren Beratungen haben wir besonders auf die Zahl und Zusammensetzung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer geachtet:

Um einen Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Schülerinnen und Schülern und zwischen diesen und den Lehrkräften sicher einhalten zu können, werden die Klassen 10a, 10b und 10c in je drei Lerngruppen in je drei Unterrichtsräumen betreut.

Die Klassen werden zu unterschiedlichen Zeiten ihren Unterricht beginnen und schließen; die Pausenzeiten sind zu entsprechend unterschiedlichen Zeiten. Es wird eine namentliche und nach Sitzplatz bezogene Registrierung zu erfolgen, um eine etwaige Nachbefragung bzw. Kontakt-Nachverfolgung zu ermöglichen.
Die Busse der Vestischen fahren dem Stundenplan angepasst. Das Tragen von Masken ist in Bussen und Bahnen sinnvoll.

Das persönliches Verhalten unserer Schülerinnen und Schüler wird sicherlich dazu beitragen, dass Neuinfektionen mit dem Coronavirus möglicht vermieden werden:
Neben Beachten der Husten- und Nieß-Etikette, der Händehygiene und der Abstandsregeln sollten keine Bedarfsgegenstände wie Gläser, Flaschen zum Trinken, Löffel etc. gemeinsam genutzt werden.
Symptomatisch kranke Personen müssen wir von der Teilnahme an Unterricht und Prüfungen auszuschließen.

In der Schule ist für ausreichende Hände-Waschmöglichkeiten gesorgt. Die Sanitäranlagen sind mit genügend Seifenspendern ausgestattet und gut erreichbar. Wir werden regelmäßige Händedesinfektion ermöglichen. Auf das Händeschütteln soll verzichtet werden. Die Hände sollten regelmäßig und gründlich mit Wasser und Seife über 20-30 Sekunden gewaschen werden.

Die Sauberkeit in unserer Schule ist gewährleistet. Regelungen zur Hygiene sind in Absprache mit unserem Hausmeister, Herrn Slawinjak, Schulleitung und Reinigungsfirma getroffen. Potentiell kontaminierte Flächen, die durch Händekontakte zu einer Übertragung beitragen könnten, werden durch eine arbeitstägliche Reinigung und in zuvor definierten Bereichen (z.B. Handkontaktflächen, gemeinsam benutze Tastaturen, Sanitäranlagen, Türkliniken und Treppenläufe) ggfls. durch eine zusätzliche Flächendesinfektion mittels Wischdesinfektion (z.B. vorgetränkte Wischtücher) dekontaminiert. Es werden nur geeignete Desinfektionsmittel für alle Handkontaktflächen verwendet.


V. Unterstützungsangebote für Schülerinnen und Schüler
Ein besonderes Thema ist der Umgang mit Ängsten vor Ansteckung mit dem Corona-Virus (COVID-19), die neben Lehrkräften auch Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern ggf. haben. Diese Ängste müssen in jedem Fall ernst genommen werden. Für die Betroffenen ist es hilfreich, möglichst umfassend und transparent über die vor Ort geltenden Sachverhalte und die durchgeführten Hygienemaßnahmen informiert zu werden. Verunsicherte Menschen benötigen klare Information: Was kann ich selbst tun, wie geht es weiter, auf welche Unterstützungsangebote kann ich zurückgreifen?

Sollte es sich hierbei um Ängste handeln, die sehr stark ausgeprägt sind, können sich alle zuvor genannten Betroffenen auch an die für sie zuständige Schulpsychologische Beratungsstelle wenden, die Kontaktdaten finden Sie hier:

https://www.schulministerium.nrw.de/docs/Recht/Schulgesundheitsrecht/Infektionsschutz/300-Coronavirus/FAQneu_Coronarvirus_Schulpsychologische-Dienste/index.html

Mehr Informationen zum Thema „Umgang mit Ängsten“ hat das Schulministerium auch auf der Informationsseite „Schule und Corona“ zusammengestellt:

http://schulpsychologie.nrw.de/schule-und-corona/lehrkraefte/aengste/index.html

Auf dieser Informationsseite gibt es darüber hinaus auch weitere Informationen für Lehrkräfte, Eltern, Schülerinnen und Schüler zu Themen wie Gestaltung des ersten Unterrichtstages, Umgang mit heterogenen Lernausgangslagen, Eltern- und Schülerfragen.                                                                                                                          

Die Bezirksregierung hat darum gebeten, sich von der Vorstellung zu lösen, „dass im verbleibenden Schuljahr 19/20 an Ihrer Schule in gewohnter Form Unterricht und Schulleben stattfinden werden oder schulrechtliche Vorschriften in vollem Umfang wie bisher greifen.“

Dies ist sicherlich eine realistische Prognose für den Rest des Schuljahres. Wir werden alles, was in unseren Kräften steht, dafür tun, dass dieses außergewöhnliche Schuljahr für unsere Schülerinnen und Schüler – im Rahmen des Möglichen – einen guten Verlauf nehmen.

Es grüßen Sie und Euch das Kollegium, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,
die Schulleitung der Maristenschule

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